Partnervermittlerin Eva Kinauer-Bechter: „Die Partnerin oder der Partner müssen auch zu Familie und Unternehmen passen.“

Ein Familienunternehmer plant fast alles für die bestmögliche Entwicklung seiner Kinder von klein auf. Alles dient dem Ziel, bestmöglich für eine Nachfolge im Familienbetrieb ausgebildet und ausgerüstet zu sein. Warum sollte das bei der Partnerwahl anders sein? „Das Thema gehört strategisch angegangen, weil die Entscheidung zu wichtig ist, um sie dem Zufall zu überlassen“, sagt die bekannte Partnervermittlerin Eva Kinauer-Bechter. Sie ist seit 15 Jahren im Geschäft, um für erfolgreiche wohlhabende Singles im In- und Ausland den passenden Partner zu finden.

Nicht nur potenzielle Nachfolger kommen zu Kinauer-Bechter. Auch gestandene Unternehmer, die oft nach einer Scheidung den zweiten Frühling suchen, oder verwitwete Menschen, die im hohen Alter noch einmal einen Lebenspartner finden wollen.

Das Geschäft läuft gut. Wobei genauso viele Frauen wie Männer die Partnervermittlerin aufsuchen. Verschwiegenheit gilt als oberstes Gebot. Bis zum Kennenlernen läuft alles anonym ab. Im Erstgespräch werden die Wünsche und Bedürfnisse ausgelotet. „Das ist immer kostenlos“, sagt Kinauer-Bechter, und diene auch der Selektion, ob es überhaupt passt. Wurde man angenommen bleibt nichts mehr dem Zufall überlassen: In einer drei- bis vierstündigen Sitzung wird das Persönlichkeitsprofil und das Wunschprofil des Partners erhoben, dann ausgearbeitet und vom Klienten freigegeben.

Dann durchleutet Kinauer-Bechter ihren Kandidaten-Pool und ihre Netzwerke. „Wenns passt, tausche ich die Profile aus.“ Sagt jeder Ja zum anderen, wird ein Termin koordiniert, bei dem die Partnervermittlerin die Personen erstmals namentlich vorstellt; und sich dann zurückzieht. Die Erfolgsquote ist hoch: Mehr als 50 Prozent von Kinauer-Bechters Wahl sind Volltreffer.

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