Vielen Menschen wird jetzt klar, welchen hohen Stellenwert die Familie und eine Partnerschaft haben“

Eva Kinauer-Bechter, erfolgreiche Partnervermittlerin für Menschen mit gehobenen Ansprüchen, über das Leben nach Corona, den Einstellungen zu zwischenmenschlichen Beziehungen und warum plötzlich 100 Prozent reichen

Von den reichsten 30 Familien Österreichs hat ihr bereits ein Drittel ihr Vertrauen geschenkt: Eva Kinauer-Bechter unterstützt erfolgreiche, gut situierte, anspruchsvolle Singles bei der Suche nach einem ebenbürtigen Partner. Was sich bei der Partnersuche „Seit Corona“ verändert hat, erzählt sie im Talk.

Frau Kinauer-Bechter, Sie sind Expertin für das Thema Partnerschaft. Verändert die Corona-Krise unsere Einstellung zum Leben, zu zwischenmenschlichen Beziehungen?

Ja, das ist deutlich spürbar. In den vergangenen Wochen waren sehr viele Menschen auf sich selber zurückgeworfen, weil es kaum Ablenkungsmöglichkeiten gegeben hat. Kein Shopping, keine Partys, kein Kino – da sieht man sein Leben plötzlich wie unter einer Lupe und es wird deutlich, was wirklich wichtig ist und was zählt. Da ist vielen Menschen klar geworden, welchen hohen Stellenwert die Familie und eine Partnerschaft haben.

Wird das nicht schnell vergessen sein, sobald Restaurants und Bars wieder aufsperren?

Nein, denn diese Erkenntnis ist ja nicht neu, sondern uns jetzt nur wieder besonders bewusst geworden. Die Glücksforschung weiß schon lange, dass Zufriedenheit mit sich selbst und eine harmonische Partnerschaft wesentliche Basis des persönlichen Glücks sind. Eine solche Verbundenheit mit einem Menschen, für jemanden wichtig zu sein, lässt sich durch Konsum nicht ersetzen, egal, wie viele Schuhe man kauft oder wie teuer das eigene Auto ist.

Spüren Sie diesen Bewusstseinswandel bereits?

Ja, ich habe in den vergangenen Wochen sehr viele Anfragen bekommen von Menschen, die nicht länger allein sein wollen und erkannt haben, dass die Wahl des richtigen Partners die wichtigste Entscheidung im Leben ist. Und immer mehr Menschen erkennen, dass sie diese Entscheidung nicht dem Zufall überlassen wollen. Deshalb kommen sie zu mir.

Wandeln sich auch die Ansprüche?

Meine Klienten haben viel zu bieten, deshalb haben sie auch hohe Ansprüche. Ganz generell sind die Ansprüche an den zukünftigen Partner in den vergangenen Jahren gestiegen. Ich führe ja sehr ausführliche Erstgespräche, da wird das sehr deutlich. Aber vielleicht bewirkt Corona auch hier ein gewisses Umdenken: 100 Prozent reichen, es müssen nicht immer 120 Prozent sein. Letztlich geht es doch allen darum, einen Menschen zu finden, mit dem man glücklich alt werden kann.

Und wie finden Sie den passenden Partner?

Wie gesagt führe ich ein sehr, sehr ausführliches Erstgespräch, das oft auch drei Stunden oder länger dauert. Bei diesem intensiven Gespräch werden Wünsche und Bedürfnisse formuliert und ich verschaffe mir ein genaues Bild von dem Menschen und seinem Wertesystem.  Durch diese intensive persönliche Betreuung kann ich sicherstellen, dass die Vorstellungen von beiden Seiten erfüllt werden. Ich organisiere und moderiere auch das erste Date – ein exklusiver Service, nachdem sich jeder Single sehnt, aber nur meine Klienten bekommen. Meine Betreuung ist einzigartig in Europa.

Wer sind ihre Klienten?

Unternehmer, Ärztinnen, Manager, Anwältinnen… also vor allem erfolgreiche und interessante Menschen. Namen kann ich selbstverständlich nicht nennen, nur so viel: Von den reichsten 30 Familien Österreichs haben mir bereits ein Drittel ihr Vertrauen geschenkt.

Wie ist ihre Erfahrung: Ziehen sich Gegensätze wirklich an?

Für eine glückliche Partnerschaft gilt das eher nicht. Je mehr Übereinstimmung es gibt, desto reibungsloser funktioniert eine Partnerschaft. Es gibt weniger Konflikte und man muss nicht ständig Kompromisse aushandeln.

Was gehört noch zu einer glücklichen Beziehung?

Das kann ich aus meiner eigenen Eheerfahrung heraus beantworten: Gemeinsame Werte und Visionen, Respekt und Toleranz, Humor und offene Kommunikation.

Link zum Artikel