Die Liebe in Zeiten der Pandemie finden? Wie Amor zielsicherer wird – Kolumne von Eva Kinauer-Bechter

Lockdown-Jahr und Single?

2020 ist für Singles ein besonders bescheidenes Jahr. Viel Zeit in den eigenen vier Wänden, um nachzudenken und unglücklich zu sein und denkbar niedrige Chancen in Zeiten von Social Distancing irgendjemanden spontan kennenzulernen. Der richtige Tiefpunkt also, um zu planen und um sich klar zu werden, wie man die Chancen, den/die richtige Partner*in zu treffen, erhöhen kann sobald der Lockdown beendet ist und welche Qualitäten die zukünftige bessere Hälfte mitbringen muss.

Bei der Suche nach Liebe lieber offline?

Und auch wenn es im ersten Moment unromantisch klingt, eine Beziehung strategisch zu planen, das geht und ist auch sinnvoll. Denn Partnersuche hat nur sehr selten etwas mit Zufall zu tun. Wer sich nicht trifft, kann auch kein Paar werden. Klingt seltsam – ist aber so. Die Umfragezahlen bestätigen meine Theorie auf jeden Fall: Jedes dritte Paar lernt sich im Freundes- und Bekanntenkreis kennen. 22 Prozent finden am Arbeits- oder Studienplatz die große Liebe. 15 Prozent beim Ausgehen und 11 Prozent beim gemeinsamen Hobby (und übrigens nur 5 Prozent finden sich im Internet).

Wer suchet, die oder der findet

Theoretisch kann man seine große Liebe natürlich überall treffen, in der Praxis liegt das langjährige Glück jedoch meistens im eigenen Umfeld. Studien zufolge gilt heute mehr denn je: Beziehungen halten viel länger, wenn beide einen ähnlichen sozialen und kulturellen Hintergrund haben, sich auf Augenhöhe begegnen können, und einen ähnlichen Background haben. Heutzutage verbindet sich der Anwalt in der Realität doch eher mit Kollegin Magistra als mit der Krankenpflegerin, und auch die Geschäftsführerin findet ihr dauerhaftes Glück mit dem Installateur meist nur in einem Liebesroman. Für eine stabile Beziehung braucht es einfach Übereinstimmungen und eine Art von Seelenverwandtschaft. Und warum: Weil Gemeinsamkeiten ein Erfolgsfaktor für Stabilität in Partnerschaften sind. Und übrigens: Nur Single zu sein ist keine Gemeinsamkeit!

Liebesmarketing im Bekanntenkreis

Gerade in Zeiten von Social Distancing und kleinen, privaten Treffen im Freundeskreis sind nahestehende Personen, die sich als Hobby-Amors betätigen sehr viel wert. Wer weiß besser als die engste Freundin, wer zu einem passt und was man sucht. Vertraue dich jemandem an, der dich entweder gut kennt, oder der dich genau analysiert. Öffne dich und wage den koordinierten Schritt in eine neue Zweisamkeit!

Partnerschaft mit Gütesiegel

Tu es – entweder im privaten Umfeld oder mit professioneller Vermittlung: Lass dich einfach verkuppeln. Und wenn beim ersten Versuch der Funke nicht gleich überspringt – nicht aufgeben. Denn wenn ein Offline-Date erfolgreich war, sind die ersten Hürden bereits überwunden. Ein Minimum an „Grundsympathie“ und „Zueinanderpassen“ ist dank Überlegungen deines Vermittlers auf jeden Fall gegeben, und ein weiterer Lockdown als Single rückt so in die Ferne.

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